Im Namen der Freiheit

„I’ve been looking for Freedom“ – halt, nein, ok, nicht wegklicken! Es geht hier doch gar nicht, um David Hasselhoff, seinen ehemaligen „Hit“ oder das Video, indem er betrunken und zugedröhnt einen Hamburger vom Boden isst. Das war nur eine leichte Assoziationsstörung, die dann auftritt, wenn man mich fragt, was ich nächstes Jahr denn tun werde – jetzt da ich meinen Job gekündigt habe und so frei sein werde, wie nie zuvor.

Wenn ich dann erwidere, dass ich es noch nicht genau wisse, mir jedoch eine Auszeit gönne, dass ich Reisen werde, um des Reisens willen und ohne klares Ziel vor Augen, ernte ich eine Palette von unterschiedlichen Emotionen – auf einer Skala von „wie kannst du nur?“ zu „ich würde am liebsten mitgehen“ war schon alles dabei. Häufig sagt man mir auch „du bist mutig“, „ich könnte das nicht“ oder „was du gehst alleine?“.

Liebe Leute hört her: Ihr könnt das auch – jeder kann das! Ihr müsst nur bereit sein den Preis dafür zu zahlen. Wenn ihr nicht bereit seid, zu zahlen, so ist der Wunsch nicht gross genug.

Und macht euch nichts vor:

  1. Natürlich ist es nicht einfach aus den Komfortzonen auszubrechen: Schweiz, stabile Wirtschaft, geregelter Job, gutes Einkommen, tolle Wohnung, vielleicht auch eine Beziehung – aber es ist möglich. Andere vor mir haben es bereits bewiesen. Zudem ist ein Sabbatical heutzutage kein Karrierekiller, sondern mittlerweile eine anerkannte Lebensschule von vielen Personalern.
  2. Natürlich geht es nicht ohne zumindest eine Prise Mut. Auch ich habe Zweifel und weiss nicht, ob ich wieder einen guten Job finde, wenn ich zurück komme. Auf meiner 3.5 Monatigen Reise letztes Jahr habe ich jedoch gelernt, dass es immer weiter geht. Es gibt immer einen Weg. Und ob ich dann 1000 Franken mehr oder weniger verdiene, spielt das wirklich eine Rolle, solange ich etwas machen kann, dass mich herausfordert und glücklich macht?
  3. Natürlich wird es auf der Reise auch Tiefpunkte geben, Momente in denen man sich einsam fühlt, am liebsten nach Hause möchte und sich nach Freunden und der Familie sehnt. Vielleicht kommen sogar brenzlige Momente hinzu, aus denen es gilt, möglichst heil davon zu kommen. Alles in allem wird man jedoch mit so viel MEHR belohnt, wenn man solche Hindernisse überwindet. Manchmal fühlte ich mich wie ein Superheld, als ob ich die ganze Welt umarmen könnte und bin an so vielen Erfahrungen und Erlebnissen reicher geworden, die mir niemand mehr nehmen kann.

Wann nehmen wir uns sonst die Zeit und die Musse über Fragen nachzudenken, die wir in der Monotonie des Alltags, des Konsumwahns oder der betäubenden Fernsehsendungen vergessen haben, wenn nicht auf Reisen?

Deshalb schenk ich mir Zeit….und ich schenke mir Freiheit.

Die Freiheit…

  • …zu tun und zu lassen, was ich möchte.
  • …selbstbestimmt zu sein im Gegensatz zu einem geregelten Alltag.
  • …ohne Plan unterwegs zu sein, um spontan auf Gegebenheiten reagieren zu können.
  • …neues zu lernen, zu entdecken und erforschen, wie als Kind.
  • …meinen Traum zu leben oder zumindest einen Versuch zu wagen
  • …zurück zu kommen, wann immer ich das Gefühl habe, jetzt ist es genug.
  • …eure Fragen mit „ich weiss es nicht“ zu beantworten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

 

Was schenkt ihr euch zu Weihnachten?

 

Ein Gedanke zu “Im Namen der Freiheit

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s