Tempus fugit

Es ist doch erstaunlich wie unterschiedlich wir die Zeit jeweils wahrnehmen. Anfang Januar war die Abreise nach Argentinien gedanklich noch meilenweit weg – jetzt fliegen die Tage nur noch dahin! Bald stehe ich am Gate, winke euch gedanklich zu, verabschiede mich für eine Weile von meinem bisherigen Leben und stelle mich dem was mich in Südamerika erwartet. Ich habe die letzten Wochen unendlich genossen, hatte genügend Zeit, um mit vielen Freunden und der Familie Erinnerungen zu kreieren, die mich während der Reise begleiten werden, auf die ich mit Freude und einem Lächeln zurück blicken und mich bei der Rückkehr auf weitere Erlebnisse mit euch freuen werde. Der Schnee hat sich jetzt auch noch blicken lassen, sodass ich meiner liebsten Winterbeschäftigung – dem Snowboarden – nachgehen konnte. Alle nötigen Puzzleteile für die Reise konnten ich ohne Stress zusammen fügen, meine Wohnung untervermieten, einen neuen Pass beantragen und und und.

Nach dem letzten Arbeitstag hatte ich zwar die Illusion, dass die bisherigen 8-10 Arbeitsstunden für das Erledigen von meiner To-Do Liste pro Tag jeweils gut ausreichen  – bin aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden, indem es Abend wurde und noch immer nicht alles erledigt war. Ich hatte mir einfach zu viel vorgenommen, genau so, wie meistens im Büro, wenn Unvorhergesehenes die Tagesstruktur durcheinander bringt. Nichtsdestotrotz ist meine Planung gut aufgegangen und es gab genügend Raum für Spontanitäten und Änderungen. Ich kann es jedem nur empfehlen vor einer längeren Reise genügend Zeit zur Vorbereitung einzukalkulieren.

Einstein hat die Relativität im Bezug zur wahrgenommenen Zeit schön erklärt:

„Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.“

Die letzten Wochen sind wie Minuten dahin geflossen, auch wenn ich manch eines erlebt habe. Ich bin gespannt, wie es sich die Zeit auf der Reise anfühlen wird.

Jetzt renne ich jedoch mal dem weissen Kaninchen hinterher, welches mit der Uhr im Türrahmen steht und mir zuflüstert, dass es zu spät kommt. Es führt mich in ein neues Abenteuer, fernab unserer Gestaden, vielleicht treffe ich die Herzkönigin, den verrückten Hutmacher oder die Grinsekatze, wer weiss – wenn ihr möchtet, erzähle ich euch mehr über diese Geschichte.

2 Gedanken zu “Tempus fugit

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