Tigre Delta

Der Ausflug ins Tigre Delta ist bereits zwei Wochen her, dennoch möchte ich euch vor allem die Fotos davon nicht vorenthalten.

Eine Stunde im heruntergekühlten Zug vom Bahnhof Retiro entfernt, befindet sich das Tigre Delta, ein Sumpfgebiet mit etlichen kleinen Inseln, die nur über den Wasserweg zu erreichen sind. Das Verlangen aus der Stadt raus in die Natur zu kommen war sehr gross und so beschlossen einige Mädels und ich das Delta für einen Tag zu erforschen. Mehr oder weniger alle 2 Minuten fuhr ein Zug für ca. 3 Pesos mit der Sube Karte (die Karte ist wiederaufladbar und kann in der Stadt und anscheinend auch in Bariloche für den öffentlichen Verkehr eingesetzt werden) oder für 6 Pesos, wenn die Fahrkarte am Schalter gekauft wird, nach Tigre (unvorstellbar 3/6 Pesos, sind nicht mal ein bzw. wenige Rappen!). Die Häufigkeit der Züge, die günstigen Tickets und auch die Tatsache, dass es sich um den Sonntag eines langen und heissen Wochenendes handelte, an welchem viele Städter die Abkühlung im Delta suchten, führten dazu, dass wir uns in Tigre in mitten eines Massenauflaufs bewegten. Die Schlange für die günstigen Collectivo-Boote, die dich bei unterschiedlichen Anlegestellen absetzen können, war unendlich lang und in der brütenden Mittagshitze (über 35 Grad) hatten wir keine Lust ewig zu warten. So schlenderten wir durch das Provinzstädtchen Tigre, welches eher einem verlängerten Arm von Buenos Aires glich und schauten uns die Waren auf dem „mercado de Frutos“ an. Der Name trügt jedoch, Früchte haben wir kaum angetroffen. Auch der „Fruchtsaft“ den wir probierten, war leider nicht frisch sondern mit viel Zucker und Aroma versehen.

Da es uns auch auf das Wasser herauszog, haben wir für 120 Pesos eine 1-stündige Bootsfahrt durch das Delta gebucht. Dabei sind wir an unterschiedlichen Landestegen vorbeigefahren, an denen sich die „Porteños“ (so nennen sich die Bewohner von Buenos Aires) im trüben und schlammigen Wasser abkühlten, an „Supermarkt“-Booten, die die Wochenendhäuser mit den nötigsten Waren versorgten, an der Insel „Descansa“, auf welcher anscheinend Madonna und andere Künstler ein Ferienhaus besitzen und an mehreren Flussbädern.

Nach einem leider nicht so geschmackvollen späten Mittagessen (der vegane Linsenburger war nicht nur fad sonder bröckelte bei jedem Bissen auseinander – jaja, jetzt wird sich jeder Fragen, weshalb man in Argentinien einen veganen Burger bestellt. Nun ja, die vegane und vegetarische Küche ist hier schwer im Kommen, viele Porteños haben ihren Fleischkonsum reduziert) sind wir dann wieder in die Stadt zurück gekehrt.

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