Salkantaytrek mit Highlight Machu Picchu

Falls ihr euch nur eines von diesem Beitrag merkt, dann bitte das Machu Picchu – Matschu PiKtschu ausgesprochen wird. Das K in der Mitte ist in der Sprache der Quechua sehr wichtig, weil Machu Pichu (ohne K) „alter Penis“ bedeutet. Mit dem K wird das ganze zum „alten Berg“.

Zwischen dem Machu Picchu und mir lagen jedoch über 60 Kilometer Weg, die es auf dem 5 Tägigen „Salkantaytrek“ grösstenteils zu Fuss zu bewältigen galt. Unsere Gruppe bestand aus 2 Guides und 10 Personen, darunter ein deutsches Päärchen, das auch im gleichen Hostel mit mir übernachtete und wir uns deshalb etwas besser kennen gelernt hatten, ein australisches Päärchen (eigentlich eine Französin und ein Kanadier, aber sie leben in Australien), ein englisches Päärchen (leben auch in Australien) und 3 New Yorkerinnen.

Am ersten Tag wurden wir mit einem Bus zu unserem Startpunkt auf ca. 3500 Metern gefahren. Von dort aus liefen wir ca. 3h bis zu unserem Lunchspot. Leider gab es bereits am ersten Tag Unstimmigkeiten mit unserem Guide bzw. dem Unternehmen mit dem wir gebucht hatten. Sie proklamieren, dass sie an anderen Orten übernachten als die anderen ca. 10 Tourenführer, die zur gleichen Zeit auf dem Salkantaytrek sind. Also hatten wir eine grössere Auseinandersetzung, nachdem wir zum höchsten See (Humanataysee) hoch- und wieder runtergelaufen waren (weitere 2h). Da sich die gesamte Gruppe dagegen sträubte in der Soraypampa zu übernachten und die Betreuer, Koch, Guides und Pferdeführer Angst um ihr Trinkgeld hatten, packten wir alles zusammen und liefen noch mal 1.5h zum nächsten Campingplatz.

Wir waren alle froh, hatten wir den Campingplatz mehr oder weniger für uns, auch wenn es sicherlich kälter war als in der Soraypampa, da wir nun auf ca. 4200 Metern übernachteten. Geweckt wurden wir mit Coca-Tee in unseren Zelten, gut gegen die Höhe und um die Kälte aus den Knochen zu vertreiben. Weil wir die erste Hälfte auf den höchsten Pass unseres Treks bereits hinter uns hatten, waren wir dann nach ca. 3h mit Pause zwischen dem Salkantay-Berg und dem Humantayberg auf 4600 Metern angelangt. Zwei New Yorkerinnen mussten sich zwar ein Pferd mieten, da sie mit der Höhe überhaupt nicht zurecht kamen. Der Rest von uns hatte jedoch keine Probleme. Der schlimmste Teil des Treks folgte jedoch nach dem Pass – 6h ging es runter – meine Zehen und Kniee hassten mich am Ende. Die Übernachtung war umso angenehmer und wärmer nach den etlichen Höhenmetern.

Am dritten Tag ging es weiter abwärts durch den Jungle. Die Vegetation hatte sich innerhalb von weniger Stunden rasant verändert. Die karge Bergwelt des Passes wurde ersetzt durch dichte grüne Bäume und Sträuche auf denen Granadillas (Passionsfrucht), Kaffee und Avocados wuchsen. Wir konnten all diesen Reichtum probieren, da uns eine Avocado vor die Füsse fiel, eine Granadilla vom Guide spendiert wurde und wir am Nachmittag auf einer Kaffeeplantage ankamen.

Der Weckruf am nächsten Tag war weniger angenehm. Es regnete. Durch den nassen und nebligen Regenwald liefen wir die nächsten 2.5h Bergaufwärts zu den Ruinen von Llactapata. Von dort aus hätten wir bereits den Machu Picchu erblicken können – es blieb aber beim Konjunktiv, denn der Nebel war so dicht, dass man kaum seine eigene Hand vor Augen sehen konnte. Da wir uns am Mittag des vorhergehenden Tages von den 3 New Yorkerinnen verabschiedet hatten und sie an diesem Tag auf dem Machu Picchu waren, gedacht wir ihrer und hofften auf besseres Wetter für sie – leider ohne Glück, wie wir dann am Nachmittag erfuhren. Nachdem wir nämlich in Aguas Calientes angekommen waren, trafen wir sie auf der Strasse wieder.

Nach den frühen Weckrufen der letzten Tage, fiel es mir dann auch nicht so schwer am fünften Tag um 04:00 Uhr aufzustehen. Wer auf den Machu Picchu noch vor den Menschenmassen hoch möchte, macht dies am Besten in der Früh! Die Brücke zum Anfang des Wanderweges macht um 05:00 Uhr auf, wir standen um 04:50 Uhr vor ihr und warteten mit 100 anderen auf Einlass. Das gleiche dann oben an den Toren der Anlage um 05:50 nachdem wir zu dritt (mit den zwei Engländern), die etlichen Treppen zum Eingang hinaufgestiegen sind. Die anderen in der Gruppe hatten sich für die bequeme Variante per Bus entschieden. Nach 4 Trekkingtagen wollte es mir nicht in den Kopf, in den Bus zu steigen und so war ich schon ziemlich fertig, aber glücklich über diesen Entscheid, als ich vor den Ruinen von Machu Picchu posierte.

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