Cotopaxi – Wanderparadies umgeben von Vulkanen

Von den sommerlichen und tropischen 30 Grad auf den Galapagos ging es nach der 8-tägigen Kreuzfahrt direkt wieder zurück in die Berge und zwar auf einen Schlag auf 3500 Meter hoch. Wir hatten schon zu Beginn unserer Reise alles durchgeplant und ein 3 Nächte/4 Tage Package im Secret Garden Cotopaxi am Fusse des Cotopaxi Vulkans gebucht.

Bei der Ankunft wurden wir direkt zum Abendessen eingeladen und waren zuerst nicht nur wegen des Wetters und des Höhenunterschieds durcheinander, sondern auch weil die Gruppe auf den Galapagos ziemlich ruhig war und diese hier das komplette Gegenteil. Jeder sprach durcheinander und der Aufenthaltsbereich drohte von der Lautstärke her zu explodieren. Wir waren sicher, dass wir uns auch hier wieder gut integrieren konnten. Wir würden zwar nicht mehr die lautesten und verrücktesten sein, wie auf dem Boot, aber das war uns auch recht.

Am Morgen wurden wir aus unserer Hütte heraus mit einem wunderbaren Ausblick auf den Cotopaxi belohnt. Der Vulkan ist seit einer geraumen Zeit wieder aktiv und deshalb kann er nicht bestiegen werden. Jeder hofft nur, dass er nicht wirklich ausbricht, da er einer der potentesten Vulkane in Ecuador ist und eine Menge Siedlungen und Landschaften bis nach Quito zerstören könnte. Es gibt zwar ein Frühwarnsystem aber den Leuten in der nächsten Umgebung des Vulkans bliebe nicht viel Zeit, um sich aus dem Staub zu machen. Wirtschaftlich wäre dies für Ecuador auch kaum verkraftbar, vor allem jetzt nicht, da der Ölpreis sinkt und die Vorräte zu Ende gehen uns Ecuador bereits das Erdbeben als grosse Krise zu bewältigen hat.

Bei wunderbarem Wetter und toller Aussicht brachen wir also am ersten Tag zum Mountainbiken auf – es war zwar in keinster Weise vergleichbar mit der Death Road, dennoch hat es zumindest mir 😉 ziemlich Spass gemacht. Unser Guide erzählte uns von all den Vulkanen, die rund um den Cotopaxi zu sehen waren und die auch bestiegen werden können. Wir selbst mussten zuerst den Sohn des Cotopaxi versuchen zu besteigen. Mit Hilfe des Guides standen wir dann alle auf dem riesigen Stein und machten Fotos, bevor es zuerst zum Biken und dann zum Fischen des eigenen Mittagessens ging. Eine riesige Forelle bis bei mir schon innert 5 Sekunden an. Mir verging jedoch etwas der Appetit als ich sah, dass sie die Fische an Land „ersticken“ liessen, anstatt sie mit einem Schlag auf den Kopf zu töten. Naja, gegessen hab ich sie dann trotzdem, weil sie wegen mir gestorben ist. Christine hatte da mehr Glück, da sie überhaupt keinen Fisch ist, hat sie auch keine arme Seele auf dem Gewissen 😉

Bereits am Nachmittag fing es dann an in Strömen zu Regnen. Trotzdem gingen wir am nächsten Tag zum Pasochoa auf 4200 Meter hoch. Die Volontäre, die unsere Gruppe anführten, wussten leider nicht viel über das Wandern, so mussten wir alle paar Minuten eine Pause einlegen. Christine und ich drängten sie immer wieder einfach langsam weiter zu laufen, aber sie wollten nicht wirklich auf uns hören. Anscheinend schafften wir es trotzdem und trotz Regen in Rekordzeit auf den Gipfel hoch, nur leider gab es ausser Wolken gar nichts zu sehen und auch der Abstieg war alles andere als erfreulich, da durch den konstanten Regen, der Boden extrem matschig und rutschig war. Immerhin hatten wir uns etwas bewegt, nachdem wir auch hier wie auf dem Boot ständig mit sehr gutem Essen versorgt wurden. Am Nachmittag wärmten wir uns dann im Jacuzzi auf 🙂

Leider liess sich der Cotopaxi dann bis zu unserer Abreise nicht mehr blicken, aber trotzdem war die Gegend unglaublich schön und ist eine Reise Wert, wenn man sich eh schon in Ecuador befindet.

Christine und ich verbrachten unseren letzten Tag zusammen in Quito und trennten uns schweren Herzens am Morgen des 4. Juni, um beide unsere Flüge zu erwischen. Sie zurück nach Hause und ich zu meinem zweiten Zuhause – Buenos Aires.

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