Roadtrip Teil 4: Great Ocean Road – THE Apostles

OMG die Apostel! Ich bin ja überhaupt nicht religiös und es stehen nicht mehr alle 12, der berühmten 12 Apostel, trotzdem war ich, wie man unschwer erkennen kann, begeistert, überwältigt oder einfach nur froh(?) diese Gesteinsformation endlich vor mir zu sehen…und ich muss zugeben, der Besuch lohnt sich. ABER! Natürlich ist die Plattform voller Touris, die auch ihr Foto machen möchten und mit ihren Selfiesticks rumhanteln – die Aussicht geniessen, ist möglich, aber man wird dabei immer wieder unterbrochen, zumindest ich empfand das so. Vor allem nach dem wunderbaren Sonnenuntergang am Abend zuvor, als ich mutterseelenallein einen Ellen langen Strand und die Aussichtsplattform für mich hatte. Genug gejammert. Es war ja nicht einmal Hochsaison und deshalb erträglich genug.

Der Tag startete zunächst mit einer Wanderung am Wreck Beach, welcher nur bei Ebbe begehbar ist. Ich war leider ein paar Minuten zu spät, die Anker und Wracks, die an diesem Strand lagen, blieben mir verborgen. Dafür rannten mir zwei Wallabys und flog ein schwarzer Kakadu über den Weg, jedoch waren sie alle zu schnell, um sie vor die Linse zu kriegen.

Danach kam bereits das erste Highlight des Tages – die Apostel.

Etwas beunruhigt, weil der Tank sich zu leeren drohte und hier nur alle gefühlte 50km eine Tankstelle zu finden war (Bemerkung, ich hatte gemäss Autocomputer noch für 130km Sprit, die Lampe hatte noch nicht einmal aufgeleuchtet, aber ich fing schon an mir vorzustellen, wie ich mitten auf dem Highway wie in der uralten Aralwerbung zur Tankstelle laufen muss), machte ich bis Port Campbell keine Pause mehr. Natürlich war der Sprit hier um einiges teurer als in einer grösseren Siedlung, deshalb füllte ich den Tank nur zur Hälfte, trotzdem schwand meine Unruhe und konnte in Ruhe wieder überall anhalten, wo ich ein Foto schiessen wollte.

Nun ja, das dachte ich mir zumindest bis…bis die Kamera einfach schwarz wurde und promt keine Fotos mehr machen wollte. Was war denn nun schon wieder los! Wollte meine Kamera wieder mal den Geist aufgeben? Ähhh….nein…die Batterie war einfach leer und ich hatte sie vergessen am Abend zuvor aufzuladen. Upsi…Learning 101: Check deinen Batteriestatus bevor du am Morgen losfährst oder besser noch, am Abend bevor du dich schlafen legst….Dumdidum…ich hatte immerhin noch mein Handy mit ca. 13% Akku, weil ich in Port Campbell Pokemons jagen war…lalala…zum Glück konnte ich es im Auto mit dem USB-Port laden, weil ich ja meine Powerbank auch nicht aufgeladen hatte. 13% im Flugmodus halten erstaunlicherweise lange und wie gesagt, die Aufladestation war ja nicht weit entfernt. Der Hyundai gab sein Bestes, um das Handy jeweils wieder ein paar % mit Energie zu füllen. Den es gab noch erstaunlich viel Schönes zu bewundern, nach den 12 Aposteln und mit weniger Touris.

Zum Beispiel die London Bridge – die bis 1990 mit dem Festland verbunden war und alle Besucher sogar über den Bogen zur Spitze hinspazieren konnten. So auch an dem Tag, an welchem die Brücke zusammenbrach und zwei Touristen mit dem Heli ausgeflogen werden mussten. Immerhin sei niemand verletzt worden, stand auf der Tafel.

 

Oder die Bay of Isles – fast so eindrücklich wie die 12 Apostel inkl. einem Koala, der vor meinem Auto über die Strasse wollte. Zum Glück war niemand hinter mir und ich konnte abbremsen. Kaum war er über meine Spur hinübergeeilt, setzte er sich auf der gegenüberliegenden Seite einfach hin. Meine Hup- und Verscheuch-Versuche machten ihn nur misstrauischer. Lebensmüde oder was? Als ich dann endlich weiterfuhr, überquerte setzte er seinen Weg auf die andere Seite der Strasse fort, als ob er darauf gewartet hätte, dass ich ihn endlich in Ruhe weitergehen lasse *grins*.

Die Great Oceanroad lag hinter mir, die Ereignisse des Tages hielten mich auf meiner Fahrt weiterhin so im Bann, dass ich das erste Mal fast (!) auf die falsche Seite gefahren wäre. Zum Glück stand da ein Schildchen „Keep Left“ – sonst wäre ich eine Ausfahrt hochgefahren. Oh Mei! Aber die Kreuzung war auch äusserst schlecht beschildert – abgesehen von „Keep Left!“. Nichts passiert und weiter gings…

 

 

 

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