Tassie Teil 2: Freycinet, Bay of Fires und der Norden

There is no such thing as bad weather only bad clothing – naja, ein Teil dieses Spruchs mag zwar stimmen, Fotos und die allgemeine Stimmung lassen sich durch das Wetter doch ziemlich beeinflussen.

Route Tag 2

Der Tag begann grau in grau. Die Hoffnung, es würde in den nächsten Stunden aufklaren, begleitete mich auf dem Weg in den Freycinet Nationalpark. Die Prognosen waren eigentlich nicht allzu schlecht. Geplant hatte ich eine 3h-4h Wanderung auf den Mt. Amos, welcher über die Freycinet Bay tront. Als ich auf dem Parkplatz aus dem Auto stieg, nieselte es. Da die Wanderung über einige steile Abschnitte über Steine und durch die Felsen führt, entschied ich mich aus Sicherheitsgründen dazu, zuerst mal zur normalen Aussichtsplattform hoch zu steigen. Vielleicht würden sich die Verhältnisse verbessern, sobald ich von dort wieder zurück wäre.

Aber – Computer says no! Deshalb kann ich den Begeisterungssturm auf meiner Facebookseite über die Wineglassbay leider nicht ganz verstehen. Klar ist es schön, auch bei diesem Wetter, ABER da habe ich in den letzten paar Wochen unendlich viele schönere Strände gesehen…

Der einzige Lichtblick am Morgen war die Sichtung eines Wallabies knapp hinter dem ersten Campingplatz und dann das zweite auf dem Parkplatz nach der Wanderung.

Mit dem Ziel mindestens bis zur Bay of Fires zu gelangen, fuhr ich dann weiter Richtung Norden und hielt ab und zu mal an – so wie am meterlangen Denison Beach, wo ich ein Reh in den Büschen überraschte und es später vom Strand aus noch einmal beobachten konnte bzw. beobachtete es eher mich und sprang dann davon. In Binalong Bay dem Tor zur Bay of Fires angelangt, war das Wetter immer noch Scheisse. Das Rot der Felsen wäre auf Bildern mit Sonnenlicht so viel eher zur Geltung gekommen. Mit etwas Bearbeitung brachte ich es soweit, dass man erkennen kann, weshalb die Bucht „Bay of Fires“ also Bucht des Feuers genannt wird. Erschreckend und interessant zugleich war die Analogie mit dem Feuer an Land. Ich fuhr durch Abschnitte, die immer noch Rauch von sich gaben. Vermutlich waren die Brände jedoch absichtlich durch die Feuerwehr gelegt und kontrolliert worden, da es keine Hinweise auf Evakuationen oder sonstige Warnschilder gab und die Strasse offen war.

Die Gegend rund um die Ansons Bay war so wild und verlassen, dass es kaum Übernachtungsmöglichkeiten gab, ausser man hätte vielleicht ein paar Tage vorher reserviert – nun das habe ich nicht. Ich fuhr also einfach weiter bis ich nicht mehr konnte und in Bridport in einer Jugendherberge ein Bett bezog.

Route Tag 3

Aus Bridport fuhr ich am nächsten Tag direkt nach Georgtown, wo aus einem kleine Spaziergang eine über 10km „Wanderung“ nach Low’s Head zum Leuchturm wurde.

Einen weiteren Abstecher ins tasmanischen Grindelwald (das Dorf wurde von einem Holländer gegründet, der nach seiner Reise in die Schweiz, seiner Inspiration freien Lauf liess) später, gelangte ich bereits gegen Mittag nach Launceston. Ich hatte jedoch überhaupt keine Lust aufs Stadtleben und bevorzugte mehr von der wunderbaren Landschaft zu sehen und fuhr deshalb ohne Stopp wieder aus Launceston heraus, bis nach Burnie, wo mich zum Glück auch wieder herrliches Wetter erwartete.

Das sommerliche Wetter feierte ich mit ein paar Bier und einer kostenlosen Pinguintour. In vielen kleineren Ortschaften an der Küste von Tasmanien kann man Touren zu den lokalen Pinguinkolonien buchen. Da ich aber in Sachen Touren sparsam unterwegs bin, war ich froh um die Tour in Burnie, die von Freiwilligen gegen eine Spende durchgeführt wird. Die Pinguine kehren nach Sonnenuntergang im Schutze der Dunkelheit nach einem Tag voller Fischfang im Meer wieder zu ihren Partnern und Eiern oder Küken am Strand zurück. Dies zu beobachten ist definitiv einen Besuch wert, auch wenn es nach Sonnenuntergang sehr schnell kühl und windig wird.

 

 

2 Gedanken zu “Tassie Teil 2: Freycinet, Bay of Fires und der Norden

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